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In der Demokratischen Republik Kongo, dem drittgrößten Staat Afrikas, ist die wirtschaftliche und humanitäre Situation schon seit vielen Jahren katastrophal. Krieg, Unruhen, und politische Unsicherheit haben das Land derart geschwächt, dass sich die Ernährungslage immer kritischer entwickelt. 45,4 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind chronisch unterernährt. Wer krank wird, hat kaum eine Chance auf angemessene Behandlung. Und wenn es der Familie an finanziellen Mitteln fehlt, werden gerade Kinder zur billigsten und damit am schlechtesten ausgestatteten Krankenstation gebracht. Rund 25 Prozent der Jungen und Mädchen erleben ihren fünften Geburtstag nicht.

Ein Spiegel des zerrütteten Landes ist die Provinz Nordkivu im Osten des Kongo. Der langjährige Krieg mit den benachbarten Ländern Uganda, Ruanda und Burundi richtete die Grenzprovinz zugrunde. Massive Plünderungen und Verwüstungen trieben die Bewohner aus den Dörfern; Schulen und Krankenstationen wurden weitgehend zerstört.

Kostenlose Behandlung und Bildung
Schon die allgemeine gesundheitliche Situation in der Demokratischen Republik Kongo ist mehr als besorgniserregend, doch noch schlechter steht es um die Versorgung behinderter Menschen. Die Zahl der an Polio erkrankten Kinder und Erwachsenen ist gerade hier unverhältnismäßig hoch.

Dank einer landesweiten Polio-Impfkampagne wird sich deren Anzahl in den nächsten Jahren voraussichtlich verringern. Bis dahin sorgt die Welthungerhilfe für Kinder und Jugendliche, für die diese Kampagne zu spät kommt und die bereits jetzt bleibende Schäden davongetragen haben.

In der Region Nordkivu und Ituri werden 250 Kinder und Jugendliche mit Gehbehinderungen unterstützt, deren Eltern zu arm sind, um für eine spezielle orthopädische Behandlung aufzukommen. Gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation „Stand Proud“ gewährt sie den Betroffenen nicht nur eine kostenlose Behandlung, sondern auch den Schulbesuch sowie eine Unterkunft und Verpflegung während dieser Zeit. Seit Beginn des Projektes konnten bereits drei Werkstätten zur Herstellung von Prothesen auf- und ausgebaut werden.


Ein Stück Freiheit gewinnen
In den von der Welthungerhilfe unterstützten Zentren untersuchen und behandeln professionelle Orthopäden die jungen Patienten. Wer eine Operation benötigt, bekommt diese im jeweils geeigneten Krankenhaus, und zwar begleitet von einer Person des Vertrauens aus dem Zentrum. Wenn alle Untersuchungen abgeschlossen und Wunden verheilt sind, werden die Prothesen angepasst. Kinder, deren Familien zu weit entfernt wohnen, übernachten für die Dauer iher Behandlung im Zentrum und erhalten hier ausgewogene Mahlzeiten, die den Genesungsprozess unterstützen. Alle Jungen und Mädchen im schulfähigen Alter nehmen während dieser Zeit an Grundbildungskursen teil.

Mit den neuen Prothesen und Gehhilfen erfahren die Kinder eine Möglichkeit, ihre Behinderung auszugleichen und wieder mobil zu werden. Damit gewinnen sie ein unschätzbares Stück Freiheit. Auch die Nachbetreuung der ehemaligen Patienten ist gewähreistet, um die Entwicklung zu beobachten und bei Schwierigkeiten einzugreifen.

Behinderte Jugendliche integrieren
Ein hoher Prozentsatz der kongolesischen Bevölkerung glaubt, dass Behinderungen von einer übernatürlichen Bestrafung herrühren, viele sogar, dass diese ansteckend sein könnten. Für ein betroffenes Kind eine unvorstellbare Belastung.

Selten nur haben behinderte Kinder aus den Armensiedlungen Nordkivus die Chance, eine Schule zu besuchen. Zumeist überleben sie durch Betteln oder von schlecht bezahlten Gelegenheitsarbeiten.

Gleich in zweifacher Hinsicht trägt das Projekt deshalb zur Integration der betroffenen Kinder und Jugendlichen bei. Die professionelle Behandlung schenkt ihnen Unabhängikeit, der begleitende Unterricht eine bessere Startmöglichkeit in ihr neues Leben.

Die Welthungerhilfe arbeitet mit „Stand Proud“ zusammen, um diesen Kindern und Jugendlichen genau das zu ermöglichen, was der Name der Organisation aussagt: Aufrecht und stolz zu stehen, und ein Leben in Würde zu führen!

Für rund 13 Euro im Monat bekommt ein Kind fachgerechte medizinische Versorgung, eine Unterkunft, Verpflegung sowie die Möglichkeit zum Schulbesuch.


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